Kanzlei

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08
2016

Urteile gegen Volkswagen AG im Abgasskandal

In den Abgasskandal rund um die Volkswagen AG kommt Bewegung: Nachdem das Landgericht München das erste verbraucherfreundliche Urteil gesprochen und erfreulich klar festgestellt hat, dass eine Nachbesserung mangelhafter Dieselfahrzeug nach Monaten nicht mehr in Betracht kommt – die Kunden den Kauf also rückabwickeln und weder Hersteller noch Händler die Sache aussitzen können – und das Landgericht Lüneburg jüngst bei vergleichbarer Begründung auch gegenüber der das Fahrzeug finanzierenden Bank festgestellt hat, dass dieser aus dem Darlehensvertrag keine weiteren Ansprüche mehr zustehen, will nunmehr die EU-Kommission nationale Verbraucherschützer mobilisieren, um so den Druck auf VW zu erhöhen, auch deutsche Kunden ähnlich dem amerikanischen Vorbild zu entschädigen. Das ist zu begrüßen, zumal nach aktueller Einschätzung der „Automobilwoche“ das Restwertrisiko von betroffenen Dieselfahrzeugen steigt.

Bedeutung über Irland hinaus dürfte eine jüngst dort erstrittene Entscheidung haben, die VW zur Offenlegung bislang zurückgehaltener Details des Abgasskandals zwingt: das Kleeblatt als ein Wahrzeichen Irlands könnte es zum Glücksbringer europäischer Diesel-Käufer bringen.

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